20 December 2017

Die Zukunft des Reisens ist superschnell

Tech
Author
Carl

Von Hyperloop von Elon Musk bis zum neuen superschnellen chinesischen Zug: Innovation und Technologie im Dienste des Transportsektors.

 

Das Schlüsselwort des Reisens in der Zukunft lautet Geschwindigkeit. Der superschnelle, von Elon Musk konzipierte Zug Hyperloop steht kurz vor der Verwirklichung. Der Start könnte bereits für das Jahr 2019 festgelegt werden. In der Schweiz, in Russland und Finnland wurden bereits Studien für den Hyperloop durchgeführt. Bei den ersten möglichen Abschnitten, die zur Zeit noch geprüft werden, wurde von folgenden gesprochen: Von Mexiko-Stadt nach Guadalajara (532 km in 38 Minuten) von Edinburgh nach London (666 km in 50 Minuten) oder von Glasgow nach Liverpool (545 km in 47 Minuten). Diese Routen würden diesem abenteuerlichen Hochgeschwindigkeits-Transportsystem innerhalb von Röhren angepasst werden, in denen Transportkapseln befördert werden, die praktisch Reisegeschwindigkeiten von 1200km/h erreichen.

„Das ist der Beginn einer neuen Ära im Transportwesen“, betonte Shervin Pishevar, leitender Präsident von Hyperloop One.

Alle Komponenten des Systems Hyperloop wurden erfolgreich getestet, darunter der Elektromotor, die Elektronik, die Magnetschwebetechnologie und das Ansaugsystem.

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[Photo credit: www.elledecor.it]

 

China ist bereit, den südafrikanischen Unternehmer Elon Musk mit einer neuen Strecke mit fliegenden Zügen herauszufordern. Die Ingenieure von CASIC planen Züge, die Geschwindigkeiten von bis zu 4000 km/h erreichen könnenDas chinesische Projekt ist noch ehrgeiziger: Wir sprechen von superschnellen Zügen, die dank der Magnetschwebetechnologie in röhrenförmigen Tunnels im Vakuum reisen und dabei Geschwindigkeiten von bis zu 4000 km/h erreichen werden. Eine Geschwindigkeit, die vier Mal die Geschwindigkeit einer Boeing 787 überschreitetDamit all dies Wirklichkeit wird, ist es notwendig, ein Netz an Infrastrukturen zu bauen, das in der Lage ist, diesen Geschwindigkeiten und Technologien Stand zu halten. Die chinesischen Aufragnehmer haben bereits angekündigt, den „fliegenden Zug“ in etwa sechzig Dörfer in Asien, im Mittleren Orient, Europa und Afrika zu führen, haben aber niemals ein mögliches Datum genannt.

Die Welt hat zahlreiche Zweifel in Bezug auf das Notbremssystem. Derzeit ist es bei ähnlichen Geschwindigkeiten nämlich unvorstellbar, rasch anhalten zu können und die chinesische Gesellschaft muss begreifen, wie sie ihren fliegenden Zügen eine Notbremsung gewährleisten kann.

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[Photo credit: hyperloop.global]

 

Woran viele Wissenschaftler zweifeln ist darüber hinaus der Mensch. Kann der menschliche Körper ähnlichen Geschwindigkeiten standhalten? Professor Zhao Jian hat sich besonders kritisch gegenüber diesem Projekt gezeigt, da der  Mensch seiner Meinung nach eine Geschwindigkeit von 4000 km/h nicht aushalten kann, außer wenn man sich speziellen Trainings unterzieht, wie die Astronauten.