23 November 2017

Die Geschichte der Rennstrecke von Monte Carlo

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Author
Carl

Wo der Zauber des Stadt-Grand Prix vollbracht wird.

 

Die Rennstrecke von Monte Carlo erinnert sofort an die Grand Prix-Rennen der Vergangenheit: Eine Streckenführung in der Stadt, die auf unglaubliche Weise die Straßen des Fürstentums von Monaco durchquert und sich rund um die renommiertesten historischen Gebäude schlängelt und sogar das Meer erreicht: Eine waghalsige Stecke, die den Piloten großartige Fähigkeiten und eine gute Dosis Risiko abverlangt.

Die Streckenführung hat heute auf ihren Kurven jedes Jahr den Großen Preis von Monaco der Formel 1 zu Gast sowie die Rennen der Formel 3, der Formel 3000 und der Formel 2. Die Siegerehrung erfolgt traditionell durch die Familie Grimaldi.

 Der erste Große Preis von Monte Carlo wurde im Jahr 1929 ausgetragen. Die Veranstaltung wird jedoch seit dem Jahr 1955 jedes Jahr durchgeführt. Heute ist es eine im Vergleich zu den anderen Strecken unangemessene Rennstrecke, sowohl hinsichtlich der Leistung als auch der Sicherheit, doch der Große Preis wird weiterhin gefahren: Er ist eher eine mondäne Station, als eine sportliche.

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[Photo credits: www.vanityfair.it]

 

Der Streckenverlauf hat in der Zwischenzeit einige Änderungen erfahren, die aber eher unerheblich waren. Im Jahr 2004 wurden die Position der Fahrbahn und der Boxengasse umgekehrt: Heute ist dies die einzige Formel 1-Strecke, auf der die Boxengasse nicht in Richtung Strecke ausgerichtet sind.

Eine andere Besonderheit dieser Veranstaltung ist, dass der Auftakt zum freien Training schon am Donnerstag stattfindet, während dieses in den anderen Rennen immer am Freitag ausgetragen wird.

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[Photo credits: motor-chicche.blogspot.it]

 

Gleich nach dem Start müssen die Piloten eine Rechtskurve, die Sainte Dévote, in Angriff nehmen. Als berühmteste Kurven der Strecke müssen noch die Casino-Kurve und die Kurve Mirabeau Haute genannt werden.

Zur Strecke von Monte Carlo gehört auch die Kurve Grand Hotel Hairpin,

die engste und am langsamsten gefahrene Kurve der gesamten Formel 1-Weltmeisterschaft: Denken Sie, dass die Piloten das Lenkrad um 180 Grad drehen müssen, um die Kurve in Angriff zu nehmen!

Andere erwähnenswerte Kurven sind die Doppelschikane Louis Chiron/ Piscine und die Kurve Antony Noghes, die nach dem reichen Händler und Organisator der ersten Rennen der Rally Monte Carlo und des Großen Preises von Monaco benannt ist.

Die Rennstrecke von Monaco ist heimtückisch, voll mit Gullydeckeln und verlangt von den Fahrern eine unglaubliche Anzahl an Schaltvorgängen und schwierige Überholmanöver.

The Fairmont Hairpin or Loews Curve, a famous section of the Monaco Grand Prix and the slowest corner in Formula One.

Die Geschichte dieser Rennstrecke ist nicht von ungefähr auch mit tragischen Ereignissen und dramatischen Seiten übersät. Hier kam im Jahr 1967 Lorenzo Bandini in einem schrecklichen Unfall ums Leben. An anderen historischen Unfällen auf dieser Rennstrecke, die jedoch weniger schwerwiegende Folgen hatten, waren im Jahr 1955 der Fahrer Alberto Ascari und im Jahr 1994 Karl Wendlinger beteiligt.

Mit dieser Rennstrecke sind jedoch auch viele legendäre Rekorde verbunden: Hier waren immer nur die Großen führend: Ayrton Senna, der sechs Mal gewonnen hat, davon fünf Mal in Serie, Michael Schumacher, Graham Hill, Alain Prost und Gilles Villeneuve.